Der Investierpaar- Sommerurlaub 2019

Ein Urlaub nach unserem Geschmack – Schön und erholsam und dabei super günstig und ohne großen ökologischen Fußabdruck

Kürzlich kamen wir zurück aus einem unserer diesjährigen Urlaube – Es war toll und kostete uns sage und schreibe nur 317 € – für uns beide zusammen. Vielleicht denkst du jetzt, na toll – die ziehen sich selbst im Urlaub die unbequemen Sparsocken an und raten mir nun auch ich solle mich einschränken und sparen – weit gefehlt. Denn wir haben das gemacht worauf wir Lust hatten, ohne auf das Geld zu achten, im Gegenteil, wir spendeten der Bahn sogar noch Geld (da wir ein verkehrsverbundübergreifendes Ticket falsch lösten). 😉 Warum wir dann nur so wenig Geld ausgegeben haben und einen tollen Urlaub hatten?

Genau darum soll es in diesem Artikel gehen. Und darum, weshalb es dennoch keine Einschränkung war, sondern genau das was wir uns wünschten.

Unser Sommerurlaub – aktiv, umweltschonend, gut und günstig

Urlaube lassen sich ja auf verschiedenste Weise gestalten. Während die einen gerne den ganzen Tag chillen und die Seele baumeln lassen, sind wir eher der aktive Urlaubertyp.

Diesen Sommer wollten wir endlich mal wieder aus den Puschen kommen und einen solchen aktiven Urlaub machen. Wir beschlossen eine Radtour zu machen, da wir dieses Hobby in letzter Zeit etwas vernachlässigt hatten und es an der Zeit war endlich mal wieder weiter zu fahren als zum Supermarkt oder so. Die Tour sollte also mehrtägig sein – ein Urlaub eben und nicht nur ein Ausflug.

Seit Jahren geistert uns ein Radweg im Kopf herum, der einer der schönsten Deutschlands sein soll – der Kocher-Jagst-Radweg. Das ist ein Radrundweg entlang zweier Zwillingsflüsse und er beginnt nicht mal weit von unserem Wohnort entfernt. Besser noch: Dieser 4-Sterne-Radweg liegt sogar so nah, dass er für uns kostenlos zu erreichen ist, da er innerhalb des Nahverkehrsverbunds liegt, für den unsere Monatsfahrkarten gelten. Jetzt wohnen wir seit mehr als einem Jahrzehnt so nah an diesem Radweg und lieben es Touren zu radeln. Da kann es ja wohl nicht sein, dass wir den immer noch nicht ausgecheckt haben und stattdessen an die Nordsee, ins Bergische Land oder um den Bodensee gestrampelt sind – aber das sind andere Geschichten. Gut, also war der Entschluss für dieses Jahr schnell gefasst. Los geht’s.

Was ist die richtige Etappenlänge?

Der Radrundweg ist mit 332 km angegeben und wir sind keine Rennradprofis, die das mal eben schnell an einem Tag runter reißen. Nein, es sollte ein Urlaub werden und das bedeutet, dass wir uns Zeit lassen und diese genießen. Wir haben mittlerweile bereits mehr als ein Jahrzehnt an Radwandererfahrung und machen solche Touren etwa alle zwei bis drei Jahre. Mit der Zunahme unserer Erfahrung nahmen die Strecken, die wir für einen Tag einplanten, immer weiter ab. Warum? Bei unserer ersten Radwanderung planten wir durchschnittlich 100 km pro Tag und stellten nach wenigen Tagen fest, dass unsere Knie das nicht so toll fanden, unsere Hintern das nicht gewohnt waren und wir uns auch einem inneren Stress aussetzten, um rechtzeitig am nächsten Campingplatz zu sein. Wir reduzierten daher von Mal zu Mal die Etappenlängen. Auch, um mal die Möglichkeit zu haben gemütliche Pausen einzulegen. Wir empfanden es nämlich bald als schade, nur zu radeln. Bei einer Länge von etwa 50-60 km dagegen hat man auch mal Zeit sich eine Sehenswürdigkeit oder Infotafel anzusehen, ein Radler in einem Biergarten zu genießen, sich mit einem Eis zu erfrischen, während man in einer schönen Altstadt flaniert, oder den ein oder anderen Geocache zu bergen. Falls du Geocaching nicht kennst – zu diesem Hobby berichten wir ein anderes Mal mehr. Und selbst wenn man abends früher ankommt als erwartet, ist doch prima, dann hat man noch etwas Zeit, um zu baden, was zu spielen oder wonach einem halt sonst noch ist.

Es sollte also eine mehrtägige Tour werden, was bedeutete, dass wir Übernachtungsmöglichkeiten brauchten. Nun gibt es da ja verschiedene Optionen – Hotel, Jugendherberge, Ferienwohnung oder eben ein Campingplatz. Uns fällt da die Entscheidung meist recht leicht.

Warum unsere Wahl meist auf das „echte“ Campen fällt
Auch wenn es viele Menschen nicht nachvollziehen können, wir beide lieben es zu Campen. Und wenn wir vom Camping sprechen meinen wir tatsächlich die gute alte klassische Art mit dem Zelt. Oft werden wir gefragt, warum wir nicht wenigstens mit Campingwagen bzw. Wohnmobil campen. Klar kennen wir die Vorzüge einer mobilen Unterkunft und können sie auch nachvollziehen, aber für uns ist sie nicht das richtige.

Für ein solches Vorhaben kommt so eine mobile Behausung ja eh nicht in Frage. Wir wollten in diesem Fall ja eine Radtour machen und solang Fahrzeuge nicht wie Kitt aus NightRider einfach zu uns kommen können, ist eine Unterkunft auf Rädern für uns nicht geeignet.

Auf dieser Reise wurden wir allen Ernstes von einer Wohnmobilcamperin in Bezug auf das Übernachten im Zelt gefragt, Zitat: „Warum macht man sowas? Ich meine, warum tut man sich sowas an?“
Uns traf diese Frage sowas von unerwartet und überraschend, dass wir ungläubig lachen mussten. Aber diese Frage stellen sich offenbar Viele, also warum ziehen wir eigentlich das Zelt einer gemauerten Unterkunft vor?

  • unser Zelt
  • unser Zelt 1
  • unser Zelt 3

Tja, mal sehen. … Zum einen wissen wir ziemlich genau was uns erwartet. Hotels haben hingegen schon des Öfteren mal für negative Überraschungen gesorgt. Sei es durch einen unangenehmen Geruch; ein Zimmer, in dem man sich hygienemäßig unwohl fühlt; sehr unfreundlichem Personal mit langen Wartezeiten; einem Frühstück, das unseren Ansprüchen nicht stand hält oder bei dem zwei Papageien in einem Käfig eingepfercht sitzen, die einen Lärm machen, dass man sich teilweise die Ohren zuhalten muss. Auf solche Dinge hat man eben kaum Einfluss und beim Zelten ist man sein eigener Herr (bzw. Frau). Man ist nicht an entsprechende Bezugs- und Abreisezeiten gebunden und muss, solange man mit dem Zelt kommt und nur wenige Nächte bleibt, in der Regel auch nicht reservieren oder vorher buchen.

Außerdem lieben wir es direkt in der Natur sein zu können und genießen das Kochen auf der Wiese vor dem Zelt. Danach satt und glücklich auf der Picknickdecke vor dem Zelt zu sitzen und sich bei einem gepflegten Bier oder Wein zu unterhalten oder bei einem Hörspiel mit Blick in den Sternenhimmel bis kurz vorm Einschlafen dazuliegen – Für uns ist das deutlich mehr Luxus als ein noch so schönes Zimmer in einem Hotel. Und dass die Kosten schlussendlich auch noch geringer sind, ist ein angenehmer Nebeneffekt, der uns nach dem Urlaub wieder mehr zum Investieren lässt. 😉 So kostete uns die Übernachtung im Schnitt 13,50€., also 6,75€ pro Person. Warum wir das so genau wissen? Weil wir uns angewöhnt haben ein Urlaubstagebuch zu führen. Aber dazu später mehr.

Das Problem an Campingplätzen ist nur, dass sie nicht so flächendeckend verteilt wie Hotels und Co.
Wenn es daher nicht anders geht, weichen wir auch mal auf eine feste Unterkunft aus. Aber wenn es sich vermeiden lässt, ziehen wir aus den genannten Gründen den Campingplatz vor. Bei diesem Radweg liegen einige Campingplätze am Weg, einige aber leider nicht so wirklich. Daher mussten wir an manchen Tagen dann eben nochmal Abstecher von etwa 5-10 km in Kauf nehmen, was wir aber gerne taten. Zumindest bei der Planung der Tour schien uns das problemlos machbar zu sein. Dass die Abstecher zu den Zeltplätzen dann über teils wirklich heftige Bergketten führten, war allerdings so nicht gedacht. 😉

Die Radwanderung

Schon kurz nachdem wir mit den Rädern den Zug verließen und uns auf den Radwanderweg begeben hatten, fielen uns zwei Dinge auf. Alle Radler, die wir zu Gesicht bekamen, hatten a) viel weniger bis gar kein Gepäck dabei und b) waren mit Pedelecs bzw. E-Bikes unterwegs. Gut, das fehlende Gepäck lässt sich vielleicht auf die Nutzung von Gepäckbringservices zurückführen, die man sich auf solchen Touren oft dazu buchen kann und die einem das Gepäck zur nächsten Unterkunft transportieren. Zunächst amüsierten wir uns, dass heutzutage offenbar niemand mehr mit einem traditionellen Rad unterwegs ist und scheinbar jeder außer uns ein Elektro-Upgrade braucht. Zunächst rätselten wir noch, ob das nun zum neuen Lifestyle gehört, als Statussymbol genutzt wird? Erneut erhielten wir so den Eindruck, dass der Wohlstand offenbar doch im letzten Jahrzehnt gewissermaßen mit den Immobilien- und Aktienkursen gestiegen sei. Wie auch immer wurde uns spätestens am dritten Tag dann klar, warum sich hier jeder Radler einen Kraftverstärker leistet: Der Weg hat deutlich mehr Steigungen als wir erwartet hatten. Da es sich um einem Radweg entlang zweier Flüsse handelt, gingen wir automatisch davon aus, dass dieser auf Höhe der Flüsse und meist parallel neben ihnen verläuft. Dies ist aber so leider nicht der Fall. Der Weg kommt nur immer wieder mal zu den Flüssen, führt aber zu Teilen auch deutlich abseits dieser über die Bergketten.
Nach dem dritten Tag beschlossen wir einen Tag Pause einzulegen, da uns die ständigen teilweise stundenlangen Steigungen doch ganz schön schlauchten. Uns wurde klar, dass wir mehr Spaß haben würden, wenn die Strecke flacher wäre. Wir beschlossen also kurzer Hand, die Route zu ändern und setzten mit dem nächsten Zug über an den Main. Das war eine super Entscheidung, denn am Main ist es herrlich zu radeln und wir genossen die folgenden letzten zwei Tage wieder in vollen Zügen – äh, nein, auf vollen Fahrrädern. 😉 Es hat uns dort dann so gut gefallen, dass wir uns vornahmen in einem der nächsten Jahre eine größere Tour zu machen.

Selbst Schwierigkeiten können ihren Reiz haben

Solch eine Radreise hat etwas ganz Spezielles. Wir sind der Meinung, dass man sich in kaum einem anderen Urlaub so weit von den Problemen des Alltags entfernt. Es ist ungemein spannend zu beobachten, wie die Alltagssorgen und Probleme entschwinden, während man sich viel grundlegenderen Dingen widmet.

Wo geht es lang? Wie bekommen wir die Sachen nun wieder zusammengepackt? Wie trocknen wir Klamotten und Handtücher am besten? Was kochen wir mit unserer einen Gasflamme? Und wo bekommen wir überhaupt noch was zu essen her?

Keine Sorge, das sind alles Dinge, die man problemlos in den Griff bekommt, wenn man die ein oder andere Sache beachtet. Es sind aber rudimentäre Grundbedürfnisse, die wir im Alltag als völlig selbstverständlich betrachten und die man in einem solchen Urlaub erst wahrnimmt und schätzen lernt. Wie kühlen wir unsere Lebensmittel bei 30°C und mehr, damit wir heute Abend nicht große Teile entsorgen müssen?

Das mag sich nun von außen betrachtet alles andere als erholsam anhören, aber genau diese Einfachheit des Lebens ist es, die einem ein ungeheuer gutes Gefühl der Freiheit geben kann. Die einem vor Augen führt, über welch nichtige Dinge man sich im Alltag Gedanken macht, sich aufregt oder sogar sorgt. Und man ist zudem stolz auf seine Leistungen, die man vollbracht hat. Es ist schwer das in Worte zu fassen – Ich glaube man muss es einfach mal erlebt haben.

Probleme sind da um gelöst zu werden

Auch im Urlaub kommt die schon in den bisherigen Artikeln des Öfteren genannte Fertigkeit der Improvisation ins Spiel. Nimm das, was dich stört und suche die Ursache des Problems. Hast du diese identifiziert, kannst du dir überlegen, wie du dir behelfen kannst, um den Zustand zu verbessern. In einem solchen Urlaub kommt die Kniffeligkeit hinzu, dass du vermutlich nicht deinen ganzen Hausstand dabei hast und damit die Gegenstände zur Improvisation begrenzt sind. Ein Beispiel: Anfangs störte es uns, dass unsere Mahlzeiten recht einfach waren. Wir sahen keine Möglichkeit aufwendiger zu kochen, da wir keinen Platz im Topf hatten. Eigentlich war das Problem, dass wir nur eine Flamme haben, um das Essen zu erwärmen. Manche Gemüsesorten müssen länger rein als andere – gut, die können wir als erstes in den Topf werfen, die anderen kommen dann nach und nach dazu. Für manche Dinge bräuchte man einen Extratopf – z.B. Nudeln, Reis etc. – den haben wir. Denn so Campingtöpfe haben einen Deckel, der als Topf genutzt werden kann. Aber wir haben nur eine Flamme. :/ Einige Dinge kann man aber problemlos etwas warmhalten, nachdem sie fertig sind. Hm. mal überlegen. Und wenn ich dann so dastehe wie Wiki – ich brauche mir nicht mal unter der Nase reiben – dann kommt einfach die Lösungsidee. Ich baue uns mit unseren Kerzen und ein paar Steinen einfach ein Stövchen und schwupps, Problem gelöst. Nun ziehen wir regelmäßig neidische Blicke der Zeltnachbarn auf uns, wenn wir uns verhältnismäßig aufwändige und leckere Dinge aus frischen und zum Teil selbst gesammelten Zutaten kochen. Und das unter freiem Himmel mit Blick auf die Berge und einen See. Gibt es was Schöneres? Und nebenbei – Nach einem ganzen Tag an der frischen Luft schmeckt das Essen einfach dreimal so gut wie normal. 😊 Und man hat zudem das gute Gefühl, etwas für sich und seine Gesundheit getan zu haben. Da ist das Feierabendbier doch mehr als verdient.

Du fragst dich vielleicht, wie das mit den nicht verbrauchten Lebensmitteln funktionieren soll? Alles wegschmeißen, weil es in der Sommerhitze ungenießbar wird? Keineswegs! In aller Regel haben die Campingplätze einen Kühlschrank und ein Eisfach für Zeltcamper. Danach muss man nur mal fragen. So können die Kühlakkus wieder gekühlt und eiskalt mitgenommen werden. In der Kühltasche bringen diese dann das Essen locker über den Tag und abends kommt alles dann samt der Kühlakkus in den Kühlschrank. 😊
An vielen Campingplätzen können übrigens auch kalte Getränke erworben und Brötchen für den nächsten Morgen bestellt werden.
Auf unserer Reise hatten wir auf einem Campingplatz sogar den Luxus, abends am Zelt mit gekühltem Bier versorgt zu werden, das uns von der netten Platzwärtin direkt ans Zelt gebracht wurde (für 1,50€ die Flasche!).

Noch ein Problemlösungsbeispiel zum Thema kochen gefällig? Diesen Urlaub trat das Problem auf, dass unser Topf auf dem Kocher immer wieder zu wandern begann. Irgendwann musste es ja so weit kommen, dass sich während eines Augenblicks kurzer Unachtsamkeit die Nudeln auf der Wiese verteilten. Nach diesem Missgeschick war klar, so geht das nicht weiter, es muss eine Lösung her. Gesagt, getan. Mittels eines Stückes Draht begann ich mir zu behelfen, da kam benachbarter sehr netter Camper vorbei, der ebenfalls Radreisender war, und gab mir einen genialen Tipp: Er meinte, ich könnte doch versuchen die glatten Kochergestänge mit etwas Alufolie zu umwickeln. Wie genial einfach und mega effektiv. Wir hatten zwar selbst keine Alufolie, aber Camper helfen sich gegenseitig gerne und spätestens die Dauercamper haben alles, was es in einem normalen Hausstand auch gibt. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie glücklich man in einer solchen Situation sein kann. Und dieses freudige Glück durch das Erfolgsgefühl allein wegen eines tollen Ratschlags, gepaart mit einem Stückchen Alufolie von nicht mal der Größe einer Visitenkarte. Voll gut. 😊

Weitere gute Gründe für diese Art von Urlaub

Es ist wirklich auffällig häufig, dass man beim Campen schöne Momente mit netten Leuten verbringt. Das liegt vermutlich daran, dass man meist draußen ist und sich damit häufiger über den Weg läuft. Ich glaube, die Hemmschwelle ins Gespräch zu kommen sinkt dann einfach. Würdest du im Hotel an die Nachbartür klopfen und mit dem Nachbarn ein paar Sätze wechseln? Wohl eher nicht, oder? Wenn man aber nur einen Steinwurf entfernt vor dem Zelt sitzt ist das anders. Es war bisher aber auch noch nie so, dass wir Gespräche unangenehm aufgedrückt bekamen. Wenn man gerade keine Lust hat, geht man einfach wieder zu seinem Zelt oder wendet sich seinen Dingen zu. Dieses Signal reicht in der Regel ja aus. Es ist aber schon auch so, dass das Campen verbindet. Man hat nie alles dabei und es versteht sich einfach von selbst, dass man sich ggf. gegenseitig aushilft, wenn es irgendwo klemmt.

Bei Kerzenschein unterm Sternenhimmel zu liegen und sich zu unterhalten, einem Hörspiel zu lauschen oder einfach nur zu entspannen – Wann hat man dazu schon mal die Gelegenheit?!

Eine Sache, die uns besonders gut gefällt, ist der Punkt, dass man in Bezug auf die Umwelt absolut kein schlechtes Gewissen zu haben braucht, da man kaum einen kleineren ökologischen Fußabdruck hinterlassen kann. Vielleicht ist der Impact sogar kleiner als im Alltag, z. B: wenn man zur Arbeit pendelt. Ganz gewiss aber, wenn man ihn mit einer Flugreise oder gar einer Kreuzfahrt vergleicht.

Und nicht zuletzt spart man bei dieser Art des Urlaubs eine Menge Geld, das investiert werden kann, damit es sich vermehrt. In unserem Falle haben wir pro Person lediglich 160 € benötigt. Und wir haben wirklich an nichts gespart. Wir haben uns gutes Essen und Getränke gekauft und auf dem Weg auch mal ein Stückchen Kuchen oder ein Radler genossen. Auch waren wir abends mal Essen (u.a..im ältesten Gasthaus Deutschlands) und verschiedene Weine trinken. Bei unserem Tag Pause sind wir in ein wunderschönes Naturfreibad geradelt und haben dort natürlich Eintritt gezahlt und Eis gegessen.

Viel mehr Möglichkeiten hat man bei einer solchen Tour aber einfach gar nicht Geld auszugeben und schon gar nicht die Notwendigkeit dazu. Schon allein, weil die Transportmöglichkeiten auf einem Fahrrad auf ein Minimum reduziert sind und man froh ist, wenn man Volumen und Gewicht einsparen kann. Zugegeben, die Radtaschen hatten wir bereits. Diese einmalige Anschaffung hat sich aber bereits zig Mal rentiert, da wir sie ebenfalls im Alltag zum Einkaufen benutzen.

Sicher, diese Art von Urlaub zeugt von einer gewissen Genügsamkeit. Aber es ist ein Sparen ohne das Gefühl zu haben, auf etwas zu verzichten.

Das ist ein Urlaub ganz nach unserem Geschmack, bei dem wir uns vom Alltag erholen können und Spaß haben. Man kommt raus, bewegt sich und bekommt den Kopf mal wieder richtig frei. Man hat Zeit, sich gut zu unterhalten und sieht dabei so einiges an landschaftlich reizvollen Orten. Man kommt an jeder Menge Sehenswürdigkeiten und Infotafeln vorbei, kann Obst von den Bäumen essen und den ganzen Tag in der Natur verbringen. Dazu kommt die Unabhängigkeit und Freiheit das zu tun, worauf man Lust hat – ganz ohne schlechtes Gewissen und hohe Kosten.

Apropos, vielleicht hast du dich gefragt, warum wir so genau wissen, wie viel wir wofür ausgegeben haben. Weil es in unserem bereits oben erwähnten Urlaubstagebuch steht.

Erinnerungen, die bleiben

Unser Urlaubstagebuch ist ein kleines Büchlein, in das wir alles reinschreiben, was wir nicht so schnell vergessen wollen.

Immer wenn einer von uns etwas Zeit hat schreibt er/sie etwas auf, z.B. im Café oder Restaurant während der eine auf die Toilette geht oder während der andere was recherchiert oder wenn wir auf das Essen warten oder, oder, oder. Und irgendwann fügt der andere noch was hinzu. Das muss nicht unbedingt chronologisch sein. Es müssen auch nicht nur Erlebnisse oder Geschehenes sein. In diesem Büchlein ist alles erlaubt. Gerne kleben wir auch Dinge ein, die uns an etwas erinnern. Seien es Eintrittskarten, Bilder aus Flyern oder Bierdeckel eines Bieres, das uns besonders gut geschmeckt hat. Festgehalten werden aber auch Planungen, Notizen oder einfach nur Quatsch. Und eben auch die Ausgaben, die wir hatten. Wir empfinden das Gefühl, einen Überblick über unsere Ausgaben zu haben, als sehr beruhigend für das Gewissen und haben dann auch weniger Hemmungen uns mal Dinge zu leisten. Außerdem können wir so Jahre später nachvollziehen, wie sich unser Leben veränderte und es gibt auch einen stichpunktartigen Überblick was wir im Urlaub gemacht haben, ohne dass man die mehr oder weniger vollständigen Fließtexte lesen muss.

Ich hoffe, ich konnte dir einen interessanten und spannenden Einblick in unser Leben geben. Vielleicht habe ich dich nun auch motiviert und dir Lust auf eine solche Art von Urlaub gemacht. Oder bist du vielleicht schon infiziert? Wir können nur jedem empfehlen das mal auszuprobieren, kostet ja fast nichts. 😉

Vielleicht hast du selbst auch schon Erfahrungen mit ähnlichen Urlauben gemacht? Schreib uns gerne in die Kommentare.

Habt Spaß, euer Andi vom InvestierPaar

Über Urlaube haben wir übrigens auch hier berichtet.

Happy Investing
Dein InvestierPaar

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