Finanzielle Unabhängigkeit als Zwischenschritt auf dem Weg zum Ziel

Startlinie auf einem Weg zu einem weit entfernten Ziel.

Als ich letztens mit Freunden redete, kamen wir auch auf das Thema Finanzen zu sprechen. Besser gesagt, ich kam darauf zu sprechen. Meine Gegenüber meinten nämlich, dass sie sich nicht mit Finanzen befassen wollen. Geld interessiere sie nicht. Solange sie genug verdienen, um gut über die Runden kommen, sei doch alles gut und das langweilige Thema könnten sie somit getrost aussparen.
Das wunderte mich, da sie ökologisch ziemlich interessiert sind und sich enorm viele Gedanken um das Thema Gesundheit, gute Ernährung und das Tierwohl machen. Sie hätten es gerne – ebenso wie wir ja auch – dass sich mehr Menschen Gedanken über ihren Konsum und die Auswahl ihrer Produkte machen und allgemein nachhaltiger Leben. Sie kommunizieren auch gerne, warum sie diese Lebensweise für richtig und wichtig halten. – Was das nun mit Geld zu tun hat?
Nun ja, eigentlich würden sie die Welt gerne zu einem besseren Ort machen und gehen dafür mit gutem Beispiel voran.

Aber wenn man etwas bewegen will, kann man auch deutlich mehr tun.
Es gibt so viele Menschen mit guten Absichten, aber wenige, die wirklich etwas bewegen! Und das liegt nicht daran, dass man es nicht könnte. Dies ist ein Plädoyer dafür, dass man als gesellschaftlich engagierter Mensch auch groß denken sollte! (Und nicht nur, wenn man reich werden will wie die Geissens).

Eine Möglichkeit ist es, seine Ansichten und Erkenntnisse, aus den Recherchen und Überlegungen, möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen und diese vielleicht mit Tipps zu unterstützen, z.B. indem man einen Blog schreibt. 😉 Eine andere wäre es sich politisch zu engagieren. Man kann auch einem Verein beitreten und diesen aktiv oder zumindest finanziell unterstützen. Möglichkeiten gibt es viele.

Wie man sich auch entscheidet, Engagement kostet Zeit und in der Regel auch Geld. Das Geld ist hier der alles limitierende Faktor. Denn hast du davon genug, kannst du dir Zeit meist auch erkaufen.
Durch einen schlauen Lebensstil gepaart mit finanzieller Intelligenz kannst du dir somit beides zulegen. Wir sind überzeugt davon, dass der Schlüssel dazu darin liegt, möglichst viel Erspartes früh und fortan stetig zu investieren. Der Zinseszins braucht einiges an Zeit um seine Macht zu entfalten. Und die Kurse warten mit ihren langzeitigen Anstiegen auch nicht auf dich.

Verzichte auf zu viele unnötige Ausgaben – Investiere das gesparte Geld, denn es ist Investierpaar… Und schon sind deine Träume für eine bessere Welt finanzierbar.

Unsere Vorstellungen und Ziele

Dartpfeile im Ziel

Wie stehen wir zur finanziellen Unabhängigkeit

Die finanzielle Unabhängigkeit ist seit Jahren ein Dauerbrenner bei vielen Finanzbloggern und wird auch von immer mehr Menschen, insbesondere der jüngeren Generationen, angestrebt.
Auch wir finden den Gedanken sehr attraktiv und arbeiten ordentlich darauf hin! Wer will schon von einem Arbeitgeber abhängig sein? Es hat schon seinen Reiz die Möglichkeit zu haben einfach sagen zu können, „Sucht euch doch jemand anderen! Mir reicht es jetzt!“ Und dabei die Kündigung auf den Tisch zu knallen. – Ohne die Angst schnell einen neuen Job finden zu müssen. Die Gründe für die Beendigung eines Arbeitsverhältnisses können ja vielfältig sein.
Aber dieser Punkt ist für uns lediglich ein erstrebenswerter Sicherheitsaspekt.

Die Finanzielle Unabhängigkeit steht häufig in engem Bezug zum sogenannten Trend: „FIRE“, was für Financial Independance, Retire Early steht. Der frühe Ruhestand ist zwar auch verlockend und vermutlich werden wir tatsächlich etwas früher in Rente gehen, als der Durchschnittsdeutsche. Aber ob wir uns tatsächlich besonders früh aus der Arbeitswelt zurückziehen… ich bin mir da nicht so sicher.
Das hat zwei Gründe. Zum einen können wir uns nicht vorstellen gar nichts mehr zu arbeiten. Stattdessen werden wir aber irgendwann vermutlich nicht mehr als Angestellte, sondern an eigenen Projekten arbeiten. Und zum anderen ist ein signifikant früherer Ruhestand für uns aufgrund unseres Alters kaum mehr erreichbar. Denn unser Mindset und unsere Ziele haben wir erst in den letzten Jahren entwickelt (also sehr spät) und sind daher noch ziemlich am Anfang unserer Ansparphase. Aber natürlich haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir unser Leben gestalten könnten, wenn wir finanziell unabhängig wären.

Überlegt mal, was man alles erreichen kann, wenn man nicht mehr gezwungen ist, jeden Tag zur Arbeit zu gehen…

Nur weil wir nicht mit 40 in Rente gehen werden, wie der gute Oliver von Frugalisten.de es vorhat, heißt das nicht, dass wir auch weiter mit demselben Pensum an Arbeitszeit weiterarbeiten möchten…

Zeit für anderes

Der Tag hat nur 24 h und mehr Zeit zu erschaffen ist leider nicht möglich. Den Schlaf immer weiter zu reduzieren ist keine nachhaltige und gesundheitsfördernde Option. Ergo muss die Zeit, die du für dich und deine guten Absichten benötigst woanders abgezwackt werden! Nur wo?

Bild einer schönen Taschenuhr

Für uns ist die Sache klar – Von der Arbeitszeit.

Von Beginn unserer Erwerbstätigkeit haben wir unsere Arbeitszeiten um 10% reduziert, um Zeit für andere Dinge zu haben. D.h. 36 statt 40 Stunden pro Woche.

So nimmt Anja sich seit Kurzem jede zweite Woche einen Tag frei.
Davor hatte sie drei Jahre lang nur einen Vormittag frei – das dafür aber jede Woche.
Ich (Andi) hingegen habe jede Woche einen ganzen Tag frei und das ebenfalls bei 90%. Das funktioniert, da ich an vier Tagen der Woche jeweils eine Stunde länger arbeite und somit meinen halben Tag auf einen ganzen freien Tag pro Woche aufstocken kann. Bei mir ist das übrigens meist der Mittwoch – warum werde ich an anderer Stelle mal ausführen.

Ihr seht es gibt verschiedenste Möglichkeiten die Reduktion der Arbeit zu gestalten.

Verständlicherweise wollen die meisten Arbeitgeber dir nicht das volle Gehalt zahlen, wenn du deiner Arbeitszeit reduzierst. Also musst du besser als Andere mit deinem Verdienst umgehen. Wie das einfach zu machen ist, erfährst du ja in unserem Blog.

Und was sind nun unsere Ziele?

Die angesprochene Reduktion der Arbeitszeit ist bei uns aber längst nicht abgeschlossen, sondern bleibt ein wichtiger Zielaspekt, den wir anstreben. Solange die Arbeitszeit in unseren Angestelltenverhältnissen jeweils 36 h pro Woche (90 %) einnimmt, bleibt zu wenig Zeit für anderes. Wir steuern eine Zielgröße von 60 % an – Und das innerhalb der nächsten 8 Jahre. Je nachdem, wie sich die Nachwuchssituation ergibt, kann dieser Zeitraum sich aber auch verkürzen. Dennoch wollen wir genug Einkommen generiert haben und weiter generieren, damit wir bis ins hohe Alter gut über die Runden kommen. Also wird dahin ordentlich gespart und investiert. Der Wert unserer Portfolios soll zunächst noch wachsen, dass es nur so eine Freude ist.

Folgende zwei Konzepte der Verteilung meiner 60% an Arbeitszeit klingen für mich sehr attraktiv und werden daher von mir verfolgt. Vermutlich werden über die Jahre beide mal zum Tragen kommen.

  • entweder die Woche wird auf 4 Tage a 6h oder aber 3 Tage a 8h geschrumpft (so bleibt mehr Zeit für andere Projekte)
  • oder aber wir arbeiten 9 Monate zu 8h/Tag und haben dann 3 Monate frei. (So bleibt jährlich Zeit für einen ausgedehnten Urlaub)

Das zweite Konzept dient vor allem dazu uns das Reisen zu ermöglichen. Die Anzahl unserer Reisen hielten wir bisher bewusst auf einem niedrigem Niveau. Wir wollen nicht häufig und kurz in die Ferne, sondern lieber seltener und dafür für eine entsprechend lange Zeit. So lässt sich die Reise nachhaltiger gestalten. Wir werden die Sprache dann auch etwas besser lernen. Letztlich wird uns das auch Geld sparen, denn wir werden dort über Monate leben und zwar nicht nur im Hotel, sondern da lohnt es sich schon was zu mieten. Unsere Wohnung hier wird in dieser Zeit vermutlich zwischenvermietet.

Ok, Arbeitszeitreduktion also. Und wofür?

Wir wollen etwas bewirken!

„Statt ein kleines Rädchen im Getriebe eines Großkonzerns zu sein, wollen wir lieber unser eigenes ganz großes Rad in Schwung setzen!“

Investierpaar
Traumbilds mit Zahnrädern, als Sinnbild für ein großes Projekt, dass es zu erreichen gilt.

Und das soll etwas Größeres werden, als den Beitrag, den wir mit diesem Blog leisten können oder mit den gezielten Einkäufen zur nachhaltigeren Produktion von Produkten und Lebensmitteln. Wir wollen irgendwann mal ein richtiges Projekt ins Leben rufen können. Ein Projekt, mit dem wir etwas bewirken und das Leben anderer verbessern und/oder die Umwelt positiv verändern können.
Uns schwebt es zum Beispiel vor etwas für die Entwicklungshilfe zu starten oder vielleicht auch für einen saubereren Planeten oder sogar beides kombiniert.

Als Bewohner der westlichen Welt mit Zugang zu nahezu unbegrenztem Wissen, in einer Zeit, in der wir nicht von Kriegen gebeutelt und nicht in einer ernsthaften Notlagen sind, sind wir in einer ausgesprochen privilegierten Lage. Und als weltoffene, gebildete und in vielen Bereichen interessierte Menschen fällt uns da immer wieder etwas Neues ein.
Seien es Meerwasser-Entsalzungsanlagen, die mit erneuerbaren Energien betrieben die Landwirtschaft in Ländern mit begrenztem Süßwasserzugang unterstützen.
Oder die Entwicklung von Wegen und Kapazitäten, um die gewaltigen Mengen an Nahrungsmitteln, die zwar produziert sind aber aufgrund fehlender Möglichkeiten der Haltbarmachung in vielen Ländern Afrikas einfach verrotten. Am besten in Kooperation mit engagierten Menschen in den Entwicklungsländern.
Oder vielleicht auch nur die Unterstützung von Hilfsorganisationen.
Oder die Entwicklung und Bereitstellung einer Plattform für eine bessere Ressourcennutzung. Oder, oder, oder…

Aber war braucht man dafür?

Dinge die man braucht um ein großes Projekt zu stemmen:

Ideen

Zeit

Motivation und Engagement (Herzblut)

Die nötige Kohle

Glaubwürdigkeit vor Investoren und Co.

Ideen für Projekte haben wir viele. Immer wieder fällt uns etwas ein, mit dem man anderen helfen könnte und was wir gerne machen würden. Meist sind es noch Spinnereien, die schon daran scheitern, dass man riesige Summen in die Hand nehmen müsste und zudem viel Zeit und Herzblut.

Das Herzblut entsteht bei Projekten, für die man brennt, von allein. Damit geht dann auch die Aneignung und ggf. der Erwerb des KnowHows einher. Wie wir die nötige Zeit beschaffen werden, um solch ein Projekt zu durchdenken, zu planen und umzusetzen habe ich oben schon beschrieben. Bleibt der letzte und alles entscheidende Punkt. – Der notwendige Zaster!
Projekte, die wir uns noch nicht leisten können, sollen irgendwann finanzierbar werden. Ein großes Projekt zu stemmen, ist ohne das entsprechende Startkapital nicht möglich.

Koffer mit viel Geld

Man braucht also Geld. – Je nach Projekt auch mehr, als man bis dahin ansparen konnte. Ist das der Fall können Kapitalgeber die Lösung sein. Diese sind vermutlich eher bereit in dich und dein Projekt zu investieren, wenn sie sehen, dass du es ernst meinst. Und was zieht mehr, als neben Engagement auch mit ordentlich Eigenkapital investiert zu sein?
Genau – das gibt auch einem Investor eine gewisse Sicherheit – und dein Projekt wird für ihn inverstierpaar. Und das ist einer der Gründe, warum Geld nichts Böses sein muss. Es hilft einfach Dinge voranzubringen.

So schaut’s aus.

Bis wir solche Projekte wirklich angehen können wird noch einiges an Wasser den Rhein herunter- und viele Euronen an Zinsen und Dividenden unserem Portfolio zugeflossen sein. Aber irgendwann werden wir es geschafft haben, uns diesen Traum zu verwirklichen und tatsächlich einen nennenswerten Beitrag liefern zu können, der uns mit Stolz erfüllen und die Welt besser machen wird. Wir arbeiten auf jeden Fall darauf hin. Und mit solch einem Ziel vor Augen fällt es auch nicht schwer einen Lebensstil zu pflegen, der von der Masse abweicht und bei dem man es sich nicht nur möglichst bequem macht. Amen. 😉

Auf bald, euer Investierpaar-Andi


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