Die Pandemie schränkt uns in der Freizeitgestaltung kaum ein – Dank unserer Hobbys

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Klar ist, dass viele Menschen durch die Pandemie stark gebeutelt sind, z.B. da sich schwerwiegende Auswirkungen auf ihren Job ergaben oder sie mit der Angst leben müssen, den Job durch die Krise zu verlieren. – Wir sind diesbezüglich sicherlich in einer äußerst komfortablen und privilegierten Situation, da unsere Jobs von der Krise kaum betroffen sind und wir lediglich auf überwiegendes Arbeiten im HomeOffice umsteigen mussten.

Aussagen wie …

„Ich kann das Wort Corona nicht mehr hören. Ich will endlich wieder ein normales Leben führen.“

… hört man so oder so ähnlich aber auch immer wieder von Leuten, deren Job überhaupt nicht gefährdet ist. An allen Ecken wird von den massiven Einschränkungen des Leben gesprochen. Dabei wird gerne über die Entscheidungen der Politik geschimpft und gefordert, dass es Zeit wird, dass endlich wieder der Normalzustand einkehrt. Ich muss sagen, ich kann dieses Gejammer nicht so richtig nachvollziehen. Denn die Pandemie entzieht sich unserer Macht und der Schutz der gefährdeten Mitmenschen steht außer Frage über unseren Komfort-Interessen.

Vielmehr sollten man sich doch fragen, was genau es ist, das mich so stört und wie kann ich die Situation für mich möglichst angenehm gestalten, ohne leichtsinnig andere Menschen zu gefährden?!

Wir selber fühlen uns kaum eingeschränkt. In öffentlichen Verkehrsmitteln und im Supermarkt eine Maske zu tragen – Klar, es gibt Angenehmeres, aber na und? Wo ist das Problem? Besser so, als gar nicht raus. Wir selbst fühlen uns auch wohler, wenn die Leute im sich an die Regeln halten.

Mal abgesehen von dieser Lappalie des Tragens eines Mund-Nasenschutzes wirkt sich die Pandemie aber nur sehr wenig auf unseren Lebensstil aus.

Denn unser Leben verläuft ziemlich ähnlich wie davor auch. Gut, die Begrüßung von Freunden hat sich etwas verändert. Diese werden nun nicht mehr umarmt wie früher, aber wenn das alles ist…

Warum das so ist? Weil die meisten unserer Hobbys pandemiefest sind. Viele sind sogar weiterhin uneingeschränkt zu genießen – absolut genauso wie vor der Pandemie. – Nein, wir sind keine Hellseher und haben die Auswahl unserer Hobbys auch nicht an einer möglichen Pandemie orientiert. Ich fände es auch etwas merkwürdig, wenn mir jemand erzählen würde, dass er die Wahl seiner Freizeitaktivitäten anhand der Wechselwirkung mit einer Pandemie getroffen hat. Ich hab schon Vieles gehört und gelesen, aber das wirklich noch nicht. 🙂

Wie kann es aber dann denn sein, dass sich das zufällig so ergab? Liegt es vielleicht daran, dass wir sehr wenige Hobbys haben? – Mit nichten!

Ich habe mir unsere Freizeitaktivitäten mal aufgelistet und dann angesehen und darüber nachgedacht. Es liegt offenbar einfach daran, dass unsere Hobbys meist nicht auf der Bespaßung durch Andere beruhen. Sie sind mit wenigen Ausnahmen selbstbestimmt und selbstaktiv. Also nicht auf die Nutzung von Dienstleistungen ausgelegt.

Seht selbst – Hier sind unsere 25 liebsten Freizeitaktivitäten:

  1. Geocachen
  2. Radtouren
  3. Wandern
  4. Spielen (Brettspiele)
  5. Puzzles
  6. Sport (Yoga, Workouts, Joggen, Tischtennis, Speedminton, Volleyball, Skaten, Slackline, Schwimmen, Snowboarden, Inlineskaten, …)
  7. Bastelprojekte (Holz, Textilien, Elektro, Upcycling)
  8. Garten (Urban Gardening)
  9. Kochen
  10. Sammeln von Obst/Gemüse/Kräutern/etc. zum Verarbeiten und haltbar machen
  11. Gitarre spielen
  12. unnötigten Krempel über Ebay und Co. verkaufen und damit Geld verdienen 😉
  13. Meditieren (mit Konzentration auf audiophile Musik)
  14. Bloggen
  15. Hörbücher und Hörspiele
  16. Weiterbildung (Bücher, Blogs, Podcasts, Dokumentationen, Zeitschriften)
  17. Spaßliteratur (Krimis, Thriller, Science-Fiction,…)
  18. Stadtviertel und Orte in der Gegend erkunden (Architektur, Städte- und Landschaftsplanung, Geschichte)
  19. PC-Spiele (die auf unseren alten Mühlen noch laufen ;))
  20. ab und an ein Video aus der Mediathek

Wie ihr seht sind all diese Freizeitaktivitäten auch zu zweit oder in kleinen Gruppen möglich. Auch finden sie nicht an Orten größerer Menschenansammlungen statt oder benötigen Dienstleistungen, wie etwa in Kinos, Restaurants, Cafés oder ähnlichem.

Ein paar unserer anderen Hobbys sind unter bestimmten Einschränkungen ausübbar. Und nur sehr wenige sind bzw. waren aufgrund der bisher erlebten Beschränkungen (Stand: Anfang September) tatsächlich nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Hobbys die während der Pandemie Einschränkungen unterlagen:

21. Tanzen (im Verein)
22. Singen (Ultrastar) / Chor
22. Museen (naturhistorisch, technisch, Themenausstellungen, ..)
23. Wein und Bier (Brauereiführungen, professionelle Wein- und Bierproben sowie selbst organisierte/gehaltene Seminare und Tastings mit Freunden)
24. Konzerte, Bar- und Disco-Besuche, Theater und Musicals und sonstige Vorstellungen
25. Reisen und Kurztrips

Was außerdem dabei auffiel – Alle Freizeitaktivitäten, die von Beschränkungen betroffen sind/waren, sind die etwas teureren der Liste. Hier fallen Vereinsgebühren, Eintritts- und/oder Reisekosten an. Demnach wird das wohl ein noch sparsameres Jahr werden. 😉

Ihr seht, wenn ihr es schafft euch selbst zu bespaßen, ohne groß Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen, dann werdet ihr automatisch auch unabhängiger (nicht nur finanziell). Tolle Nebeneffekte ergeben sich da ganz von allein. So sind diese Hobbys häufig umweltschonender und gesünder – also allgemein nachhaltiger, als viele der kostenintensiveren Alternativen. Denk mal drüber nach. Ist das bei dir auch der Fall?

Wir sind jedenfalls sehr glücklich, dass wir so viele Interessen haben und sich dadurch auch so viele Freizeitaktivitäten ergeben, die wir gern machen. Sicher habe ich sogar noch welche vergessen, aber darum geht es ja auch nicht. Von ein paar unserer liebsten Hobbys werden wir an anderer Stelle noch näher berichten. Denn diese bringen teilweise viel mehr mit, als man allgemeinhin darüber weiß und machen zudem riesen Spaß. Wie etwa das Geocachen…

Andi beim Geocachen - ein echter Safe im künstlichen Felsen

Auf bald.

Viele Grüße,

euer Finanzierpaar-Andi

Übrigens: Vor allem die kulturellen Punkte, die ich ans Ende der Liste stellte (24, 25), sind die, die ich als etwas sehr Besonderes ansehe. Sie sind sozusagen mein persönlicher Luxus und finden auch ohne Pandemie nur sehr selten statt. Ich nutze sie daher als Belohnung für das Erreichen von Zielen. Seit diesem Jahr habe ich ein Belohnungssystem für meine Jahresziele eingeführt. Ob und wie es funktioniert werde ich an anderer Stelle berichten.


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