Einfach mal spontan was kochen

Im Einzelhandel steigt der Absatz von bereits zubereiteten oder zumindest teilfertigen Lebensmittelprodukten seit Jahren stetig an. Leute kaufen sich teure Einbauküchen und nutzen sie dann kaum. Habe ich zumindest gelesen. Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber ich kenne zumindest eine Menge Leute, die selbst wenig bis gar nicht kochen, was ich aber sehr schade finde. Denn wie kann man genau das essen, was man möchte, wenn man es nicht selbst zubereitet??? Insbesondere wenn man Wert darauf legt, was man isst, hat man auswärts wenig Kontrolle und Möglichkeit, das was man wirklich möchte auszuwählen. Oder man weiß nicht genau, was eigentlich alles verarbeitet wurde. Für meinen Geschmack z.B. stimmt in vielen Restaurants einfach das Verhältnis zwischen Gemüse und Kohlenhydraten einfach nicht. Oder es fehlen Hülsenfrüchte, etc. Nach ein paar Tagen im Hotel oder sonstigem Auswärtsessen vermisse ich meine eigene Küche jedenfalls sehr.

Gründe, warum Leute nicht kochen, sind häufig fehlende Zeit und die Ratlosigkeit darüber, was man denn kochen soll. Vielleicht geht es ihnen auch so wie mir: Wenn ich auf eine Rezeptseite schaue, finde ich zu viele Möglichkeiten und weiß gar nicht, wo ich anfangen soll …

Person mit ratlosem, fragendem Blick

Dennoch koche ich gerne und viel und regelmäßig, aber eben auf meine ganz eigene Art. Wichtig sind mir dabei die folgenden 3 Punkte:

  • Es muss gesund und lecker sein, ohne unnötig Geld zu kosten
  • Es muss mit vertretbarem Zeitaufwand realisierbar sein (muss nicht minimal sein, da ich gerne koche)
  • Ich möchte essen, ohne „jemandem“ weh zu tun -> also nicht immer das billigste kaufen, denn das tut meistens dir oder dem Erzeuger weh (oder beiden) und die liebe Umwelt leidet häufig auch noch mit

Natürlich geht es hierbei nicht nur um das eigentliche Kochen, sondern auch um das Einkaufen, das Einsammeln und das Lagern von Lebensmitteln. Und bis kürzlich auch immer um möglichst geringen Spülaufwand, denn erst seit dem Umzug haben wir ein Spülmaschine zu Hause.

Ganzer Kühlschrank voll „nix zu essen“? Gibt es bei uns nicht!

Roll dir doch einen Wrap 😉
Wraps gefüllt mit viel Gemüse

Mit der richtigen Organisation und den richtigen Gewohnheiten lassen sich meine persönlichen Anforderungen gut umsetzen. In den nächsten Artikeln möchte ich dir ein paar Beispiele zeigen, wie wir entscheiden, was wir einkaufen, wie wir kochen, wie wir unsere Küche organisiert haben etc. Vielleicht sind ja ein paar Anregungen für dich dabei, die du gerne ausprobieren möchtest. Oder du denkst dir „was für ein Quatsch, da habe ich eine viel bessere Idee, ab jetzt mache ich X“. Auch super, denn dann wird dein Leben ein Stück besser und wenn du deine Idee hier preisgibst, hilfst du auch noch anderen Lesern und uns weiter.

Natürlich folgen wir auch hier wieder unserer „Ausbalancier-Idee“: wenn ich z.B. für einen Bestandteil meines Essens nichts ausgeben muss, weil ich ihn geschenkt bekommen oder im Wald gepflückt habe, kann ich für einen anderen Bestandteil mehr bezahlen und damit bessere Qualität oder eine faire Bezahlung für den Erzeuger oder bessere Tierbehandlung finanzieren. Wenn ich mir die Zeit nehme zu kochen, koche ich häufig (sehr) große Mengen, wovon wir dann mehrere Tage am Stücke essen oder einfrieren und wann anders essen. So wird aus „2 Stunden Gemüse schnippeln und kochen“ dann schnell „15 Minuten Aufwand pro Portion“ (bei 8 Portionen) und schon ist der Aufwand wieder überschaubar.

Hier ist eine Übersicht der Themen, über die ich in den nächsten Monaten schreiben (und dann auch verlinken) werde:

  • wir führen unsere Einkaufsliste und benutzen sie beim Einkaufen
  • wir kochen selbst aus günstigen Grundzutaten und mit vielen Gewürzen
  • wir essen gerne das, was in hippen Foodblogs und Hipster-Restaurants als „Bowl“ bezeichnet wird -> ich bezeichne das auch gerne als mein Baukastensystem
  • wir pflegen unseren Garten
  • wir kaufen Produkte, von denen wir überzeugt sind, einfach wieder
  • wir haben ein (halbwegs) durchdachtes Vorratssystem
  • wir lagern unsere Vorräte übersichtlich und sicher vor Fressfeinden
  • wir gehen gerne essen, aber als gemeinsames Erlebnis und nicht als tägliches Ritual
  • wir improvisieren beim Kochen und werfen so fast nie etwas weg. Latentes Motto „wenn du nicht weißt, was du mit Zutat xyz machen sollst, mach dir doch einen Wrap, das geht immer“. Oder „Kartoffeln mit Quark“ in der Investierpaar-Variante.
  • Durch „Mealprepping“ und Resteverwertung (siehe oben) fängt man selten bei 0 an und hat immer schnell ein leckeres Essen auf dem Tisch stehen.
  • Beim Kochen selbst nutzen wir gerne kleine Tricks, um Energie und/oder Zeit zu sparen.

Insgesamt führen alle diese Gewohnheiten dazu, dass wir günstig und doch sehr vielfältig, schmackhaft, gesund essen. Und wie üblich in diesem Blog gilt: Wir kaufen günstig bzw. preiswert und nicht billig.

Dir fehlt hier die praktische Anwendung dieser Prinzipien? Dann gedulde dich ein bisschen und der Artikel wird sich mit Links zu Beispielen füllen …

Beispiel einer Bowl (separierte Zutaten in einer Schüssel - Reis, gebratenes Gemüse, Salatblätter, Gurken bestreut mit Sonnenblumenkernen)
Bowls sind fast immer machbar, da sich in ihnen viel kombinieren lässt

Rotebeetewrap mit vegetarischem Aufstrich, Wirsing, Rotkohl, gesammeltem Bärlauch
Wraps ebenso und sie eignen sich sogar für unterwegs

typischer Investierpaar-Salat (jede Menge verschiedener Salatarten und Blattkräuter wie Petersilie, Rucola, Radieschen mit einem Balsamico, Öl, Dressing mit etwas Senf und körnigem Frischkäse sowie ein etwas Obst als Topping (wie hier Brombeeren) und ganz wichtig ein paar Erdnüsse
Und Salate lassen sich durch Kräuter und Zutaten aus dem Garten oder dem Balkonkasten sowie variierenden Dressings super abwechslungsreich gestalten – Tipp: ein paar gepfefferte Erdnüsse machen sich hervorragend auf dem Salat

Deine InvestierPaar – Anja


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