365€ Ticket als Pflicht für jeden Bürger

Das 9€ Ticket ist nun Geschichte. Das finden wir sehr schade und damit stehen wir nicht allein. Hat es doch dazu geführt, dass man auch öfter mal den gewöhnlichen Bewegungsradius etwas ausdehnen konnte, ohne entweder ein schlechtes Gewissen wegen der Umweltbelastung durch die „unnötige“ Autofahrt oder aber Hemmungen aufgrund hoher Kosten für die Bahn zu haben.

Meine Beobachtung

Das Ticket hat nicht nur bewirkt, dass wir wieder mehr Ausflüge ins Umland unternommen haben, da es viel weniger auf Kosten unseres Geldes und unseres Gewissens ging. Es hat auch zu mehr sozialen Aktivitäten geführt. So sind wir wieder öfter mit Freunden gemeinsam Bahn gefahren, mit denen das sonst nie geschah. Denn viele Menschen wollen es einfach, bequem und günstig. Der ÖPNV schreckt sie ab, aufgrund der Abhängigkeit von Fahrzeiten, Linienplänen und der Angst vor Verzögerungen, Ausfällen und nervenden Fahrgästen. Die komplizierten Ticketsysteme und hohen Kosten kommen dann noch oben drauf.

Was hält die Menschen fern von Bus und Bahn

Viele unserer Bekannten fahren kaum bzw. nie ÖPNV, weil sie entweder nicht bereit waren/sind ca.11 € für eine Fahrt von weniger als 60 km zu bezahlen. So viel kostet nämlich derzeit z.B. die Verbindung von Heidelberg nach Karlsruhe – wohlgemerkt: one way. Da sind dann für den Kurztrip direkt mal 22 € allein für den Weg weg und damit lohnt sich bereits fast ein Länderticket – z.B. das BW-Ticket. Aber das auch nur, wenn man mindestens zu zweit, denn einzeln sind Einzeltickets oft noch einen Ticken günstiger. Und auch nur, wenn man nicht über Nacht irgendwo bleibt oder vor 9 Uhr unterwegs sein will. Und vor allem nicht in ein anderes Bundesland fährt, z.B. nach Hessen, Rheinland-Pfalz oder Bayern, was je nach Richtung jn wenigen km von hier aus bereits der Fall ist. Ein Einzelticket wiederum gibt es von der Bahn, oder vom regionalen Verkehrsverbund. Hier können einzelne Verbindungen schon mal im Preis variieren, wenn man z.B über die Verbundsgrenze fährt. 

An diesem einfachen Beispiel wird schon klar, was eines der großen Probleme des ÖPNVs ist.

  • Es ist kompliziert – Ein Hochschulstudium ist auch kaum schwieriger, als das Ticketsystem des deutschen ÖPNVs zu begreifen.
  • Und teuer – im Vergleich zum Auto, insbesondere bei mehreren Personen.

Der Kostenvergleich mit dem Auto hinkt. – Aber mit Absicht

Für die Kostengegenüberstellung von öffentlichen zum individuellen Verkehr, rechnen die Wenigsten die Anschaffungskosten und laufenden Kosten mit ein, wenn sie eh schon ein Auto haben, sondern sie blicken allein auf die reinen Fahrkosten. Ich nehme mich da nicht aus, denn wir haben das Auto eben schon und möchten es auch nicht abgeben (solange die Konditionen und Begebenheiten so sind wie sie derzeit sind). Die Kosten fallen also an, solange wir uns nicht entscheiden das Auto abzustoßen. Schaut man also auf die reinen Einzelfahrten, sind die Öffentlichen oft deutlich teurer als die Fahrt in der eigenen Kutsche – Insbesondere, wenn man zu zweit unterwegs ist.

Und sich dann auch noch intensiv mit der Streckenplanung und den vielen Ticketoptionen auseinandersetzten?

Und dann kam das 9€-Ticket

Ein Teil dieser Probleme war nun für drei Monate plötzlich einfach verpufft. Nun gab es ein Ticket, das quasi kostenlos war und bei dem man sich keine Gedanken darüber machen mussten, welches Ticket nun sinnvoll ist. Mit dem 9€-Ticket hatte man ja eh schon das passende Ticket in der Tasche. Fertig.

Der ÖPNV und sein schlechter Ruf – Hat er ihn zu Unrecht?

Ich persönlich fahre tatsächlich gerne Bahn, denn ich sehe hier viele Vorteile gegenüber dem Individualverkehr (lesen oder arbeiten können, kein nerviger Stau, sicherer und v.a. umweltschonender) aber ich weiß, dass viele Menschen das Auto dem Bus oder der Bahn vorziehen.

Kein Wunder, denn wer nicht häufig im ÖPNV unterwegs ist, muss ein Horrorbild von ihm haben. Das liegt auch an dem Bild was zum Teil die Medien zeichnen und ebenso von uns Normalbürgern befeuert wird. Wir verbreiten nämlich in der Regel nicht die positiven und damit langweiligen Erlebnisse. – An die erinnern wir uns nämlich nach kurzer Zeit schon gar nicht mehr.

Extreme Ereignisse bleiben besser und präsenter in Erinnerung – oft denken wir noch später darüber nach. Die extremen und damit meist unangenehmen Ereignisse erzählen wir daher auch gern. Ob als Erzählung im Bekanntenkreis oder als Bericht in den Medien.

Denke ich an die Berichterstattung zum 9€-Ticket z.b. fallen mir direkt Berichte ein, in denen von ekeligen Situationen berichtet wurde. Von Nasen in Achselhöhlen, von angeblichen Ereignissen mit allen möglichen Körperflüssigkeiten, etc. Aber wie oft passiert so etwas wirklich? Zugegeben, ich bin nicht täglich mit der Bahn unterwegs, aber war es in den drei Monaten zumindest wöchentlich. Und ja, es gab in ein paar Regionen auch Streckenabschnitte, die eine hohe Auslastung hatten. Aber nie so, dass ich Achsel- oder sonstige unangenehme Gerüche anderer Mitreisender wahrnehmen und ertragen musste.

Klar muss der ÖPNV verbessert werden. Ausbau, Taktung, Pünktlichkeit sind hier natürlich Themen. Aber auch in puncto defekter Züge besteht hier Bedarf.  Es ist ein NoGo, wenn alle Toiletten defekt sind und ganze Wagen geschlossen werden, nur weil die Klimaanlage darin ausgefallen ist. Wenn die Aufzüge an den Bahnsteigen ständig defekt sind. Klar, dass dies Verdruss weckt. Aber im Großen und Ganzen funktioniert der ÖPNV. Die Vorurteile und Ängste der Menschen, die ihn nicht, oder nur sehr selten nutzen kann ich aber verstehen und nachvollziehen.

Also ja, es bestehen leider viele Probleme beim ÖPNV. Einige habe ich noch nicht mal angesprochen, z.b die miserablen Fahrgastinformationen – warum steht am Gleis was anderes als in der App? – Entschuldige ich schweife ab. Will sagen: Der ÖPNV hat seinen seinen schlechten Ruf nicht ganz zu Unrecht. Aber die schlechten Erzählungen und Berichterstattungen zeichnen auch wiederum nicht das tägliche Bild und sind daher auch nicht ganz fair.

Jede Fahrt zählt

Wenn also die intrinsische Motivation (d.h. unser eigener Antrieb), zu gering ist, um die Barrieren in unseren Köpfen zu überwinden und die Bequemlichkeit dem Umweltschutz unterzuordnen und wir somit das Auto stehen lassen, müssen andere Motivationen her. Extrinsische Motivationen also. Anreize, die groß genug sind, um die Menschen in die Öffentlichen zu bewegen.

Das 9€-Ticket hat viele mal wieder aus dem Auto gezerrt. Aber niemand würde sein Auto abgeben, wenn er nicht weiß, was danach kommt. Und selbst wenn es bliebe, wäre es ein schwerer Schritt für die meisten von uns. Und solch ein Schritt braucht Zeit. Erst wenn man die Vorurteile abgebaut hat und feststellt, dass es auch ohne Auto gut geht, wird man sich vielleicht irgendwann auf dieses Wagnis einlassen. Das braucht aber neben der Zeit auch die Konditionierung. Bus und Bahn zu fahren muss zur Gewohnheit werden, damit Vorbehalte und Ängste verschwinden. Erst wenn man sieht und durch die eigene Erfahrung realisiert, dass die negativen Erlebnisse die absolute Ausnahme sind, wird man zur freiwilligen BahnfahrerIn. Im Zeitalter der Klimakrise sind wir alle es uns und unseren Nachfahren schuldig möglichst viel dafür zu tun, dass sich die Situation nicht immer weiter verschlimmert.

Wie schafft man das?

Durch Anreize wie einem Nachfolgeticket für 49-69€, was derzeit diskutiert wird? Wohl kaum! Mal im Ernst: Ich bezweifele sogar, dass ich selbst mir das dann kaufen werde. Das lohnt sich ggf. in einzelnen Monaten, in denen ich vorhabe, viel zu Reisen. Etwa weil ich Urlaub habe und Freunde, Bekannte oder meine Familie besuchen möchte. Aber im Alltag habe ich nicht die Zeit viel in der Weltgeschichte herumzufahren.
Wie gesagt das 9€-Ticket nutzte ich etwa 4- bis 5-mal im Monat. Und da kommt dazu, dass es sich um einen kurzen Zeitraum handelte, indem diese Möglichkeit bestand. Also eine Verknappung, die dazu antrieb, solche Ausflüge in Umland gerade jetzt zu machen.

Lohnen tut sich eine Fortführung zu den derzeit in Diskussion befindlichen Preisen (49-69€) für die Pendler. Denn sie erhalten so eine günstigere Monatskarte. Das ist zwar schön für sie, aber das ist nicht das Ziel, das es zu erreichen gilt. Für solche Vielfahrer lohnt sich auch schon eine bisherige Monatskarte.
Nur sind die ÖPNV-Pendler schon runter von der Straße. Es muss doch um die Anderen gehen!
Die, die aus Bequemlichkeit und Vorurteilen nicht aus dem Auto aussteigen wollen. Aus Ökologischer Sicht muss es doch das Ziel sein, die Autofahrer zur Nutzung von Bus und Bahn zu bewegen.

In unserem Umfeld haben wir mitbekommen, dass genau diese Leute nicht mal alle ein 9€-Ticket gekauft haben. „Ich hab nun mal ein Auto und würde eh nicht viel Bahn fahren. Da kann ich mir auch die 9€ sparen.“ Und am nächsten Tag ging es dann zum Badesee – mit der eigenen Karre versteht sich.

Wie wäre es aber, wenn man jetzt ein Ticket hat und dieses vielleicht sogar extra bezahlt hat?

Wenn man schon ein Ticket in der Tasche hat, wird man automatisch getriggert, die Öffentlichen zu nutzen. Die Barrieren sinken massiv.

„Ach eigentlich könnte ich auch mal die Bahn nehmen. Ich habe ja schließlich schon ein Ticket.“

Und das funktioniert nicht nur, wenn man vor hat Alkohol zu trinken. 😉 Diesen Effekt habe ich bei mir selbst feststellen können. Vor ein paar Jahren hatten wir je eine Monatskarte für zwei ganze Verkehrsverbünde. Wir haben viele Fahrten in diesen unternommen. Dann kam der Punkt, an dem ich einen neuen Job, in einem näher gelegenen Ort, begann. Ich stand vor der Entscheidung weiterhin beide Verbundkarten zu kaufen – Könnte sich bei unseren vielen Fahrten fast lohnen. Oder doch nur noch ein Monatsticket für einen kleineren Bereich? Dafür entschied ich mich. Ich sagte mir: Wir fahren trotzdem weiter zu Ausflügen mit der Bahn – Bis ich den gesparten Betrag überschreite kann ich ja viele Ausflüge machen. – Pustekuchen.

Bei jeder Fahrt eine Karte kaufen zu müssen und jedes Mal, neben dem Aufwand, auch noch die Kosten zu sehen, hat unsere Ausflüge in die Ferne dann doch deutlich reduziert. Wir trieben wir uns viel mehr im näheren Umgebung herum. Und wenn die Distanz für das Fahrrad zu groß wurde, war leider das Auto aufgrund der Kostenersparnis, dem ÖPNV oft doch so deutlich überlegen, dass wir uns trotz des schlechten Gewissens so manches mal gegen die Öffentlichen entschieden.

Aber für nur 9€ lässt sich das nicht finanzieren

Und wie lässt sich dieses Dilemma lösen? Da scheiden sich die Geister und auch die Meinungen von Anja und mir gehen hier auseinander.
Hier mein Vorschlag:

9€ ist wenig, das lässt sich nicht finanzieren. Ja ok. Valides Argument. Wie wäre es dann mit etwa 30 Euro – also z.B 365€ pro Jahr? Ja ja, ich weiß – Reicht auch nicht. Doch ist das so? Ja, unter der Prämisse, dass es nur kauft, wer es auch vor hat zu nutzen. Und was wäre wenn es jeder kaufen würde, also etwa 80.000.000 Stück? Das wären knapp 30 Milliarden Euro. Das ist ja schon mal ne ganze Stange Geld. Also warum nicht das Ticket für alle verpflichtend einführen – und zwar für 365€ pro Jahr !?

Wow, jetzt hab ich was gesagt. :O

365€ Ticket als Pflicht für Jedermann

Oh, oh. Shitstorm is comming…

Aber überlegen wir mal:

Was wäre wenn?

In Gedanken höre ich schon den Aufschrei:

„Hier auf dem Land fährt keine Bahn und kaum Busse  – Ich bin auf das Auto angewiesen.“

Ja, mag sein. Dazu zwei Gedanken:

1. Muss der Ausbau des ÖPNVs auch in strukturschwachen Gebieten geschehen. Wenn wir als Gesellschaft wollen, dass weniger Verkehr auf den Straßen zuckelt, ist das sowieso dringend nötig. Ich komme selber aus einer verhältnismäßig ländlichen Region. Das Hauptproblem, weshalb ich alles mit dem Auto erledigte, war aber:

Es war mir schlichtweg zu umständlich und teuer den ÖPNV zu nutzen und ich hatte mich daran gewöhnt alle Fahrten mit meinem Auto zu machen. Die eigene Komfortzone zu verlassen ist halt unbequem.

Andi

Das war das primäre Problem und nicht nur die Vernetzung durch die Öffentlichen – die zugegeben, aber auch nicht so toll war, wie man sie sich wünscht. Aber ein paar Fahrten in der Woche hätte ich durchaus mit Bus und Bahn absolvieren können. Die Extrembeispiele, in denen es keine Bahnanbindung und nur 3 Busse am Tag gibt, betreffen verhältnismäßig wenige Menschen.

2. Auf dem Land sind die Preise für’s Wohnen niedrig. In der Stadt sind die Mieten hoch und die Kaufpreise für Wohnraum für die Meisten fernab jeder Realität. Ergo wäre es für viele Städter eine gewisse Entlastung, während es Bewohnern einiger ländlicher Regionen teilweise nicht viel hilft, da sie, trotz eines solchen Tickets, den Großteil ihrer Fahrten mit dem eigenen fahrbaren Untersatz machen müssen. Aber der Vorteil vom Land gegenüber der Stadt ist doch der, dass die Landbewohner ja massiv an Wohnkosten sparen. Denn die Miete oder die niedrigeren Kosten für ein Eigenheim sind doch für Viele ja einer der Hauptgründe aufs Land zu ziehen. Nur darf man nicht den Fehler machen und dann das gesparte Geld in ein ganzes Haus stecken, wie es oft getan wird. Warum sollte man auf dem Land denn eigentlich größer wohnen als die Meisten in der Stadt? Das kann man ja gerne tun, wenn man es sich leisten kann. Aber man muss auch realistisch die anfallenden Kosten auf dem Land mit einbeziehen. Dass man sich vom Auto abhängig macht, ist wohl jedem vorher klar. Und dann bei jeder Verteuerung für Sprit aufzuschreien ist doch albern. Ich erinnere mich noch gut, als vor nun mehr als 20 Jahren schon politische Debatten von 5€ pro Liter Benzin geführt wurden. Davon sind wir noch immer weit entfernt. Also sind 365€ pro Jahr doch ein Witz. Ich kann das Gejammer einfach nicht mehr hören, wenn ich sehe auf welch großem Fuß bzw. Wohnsitz gelebt wird. Man kann nicht alles haben und auch nicht immer nur fordern.

Einer für alle und alle für einen – halbwegs gesunden Planeten

Wir müssen alle unseren Beitrag zu mehr Klima- und Umweltschutz beitragen. Und wenn es in Form von einer Mitfinanzierung eines solchen Tickets ist, damit andere auf klimafreundlichere Transportmittel umsteigen, ist das ja auch schon was Wert.

Und auch in den Städten wird es immer Menschen geben, die trotz eines gut ausgebauten öffentlichen Nahverkehrs-Netzes nicht zu einer überwiegenden Nutzung des ÖPNV wechseln würden. – Selbst dann nicht, wenn es ein kostenloses Ticket zur ÖPNV-Nutzung gäbe.
Etwa, weil ihnen die eigene Bequemlichkeit und Vorurteile im Wege stehen. Für nicht Wenige spielen die Kosten für die Nutzung des eigenen Autos eine untergeordnete Rolle. Sie möchten den Komfort des Autos nicht missen und sind bereit den Preis dafür zu bezahlen. Oder sie fahren gar einen Firmenwagen, den sie gestellt bekommen und für den sie nicht einmal den Sprit bezahlen müssen.

Überlastung des öffentlichen Nahverkehrs und des Schienennetzes

Klar ist aber auch, dass große Investitionen in den Ausbau des ÖPNVs einhergehen müssen. Und zwar nicht nur im Service, der Technik, den Bahnhöfen und Zügen. Sondern insbesondere in den Ausbau des Schienennetzes.

Sowohl auf dem Land braucht es mehr Schienen als auch auf vielen Strecken, die am Rande der Auslastungsgrenze stehen oder sogar schon überlastet sind. Der Ausbau der Bahn-Infrastruktur muss höher priorisiert werden und dem öffentlichen Interesse unterstellt werden.

Die Miteinbeziehung der Bürger halte ich zwar grundsätzlich für wichtig, sie darf aber nicht dazu führen, dass so wichtige Zukunftsthemen, wie der Ausbau der erneuerbaren Energien oder des Schienennetzes massiv ausgebremst werden.

Fazit

Ein verpflichtend zu kaufendes Ticket würde am Ende auch von diesen Leuten mitfinanziert, obwohl sie das Ticket nicht kaufen würden, und sei es noch so günstig. Letzten Endes würde es von der gesamten Gesellschaft getragen und müsste damit günstiger werden, als wenn nur die wirklichen Nutzer in der Finanzierungsrechnung eingeschlossen werden. Somit bliebe dem Staat auch die finanzielle Handhabe die nötigen Investitionen in den ÖPNV anzuschieben und die Öffentlichen damit für Alle attraktiver zu machen.

Und steigt die Akzeptanz für die Nutzung der Öffentlichen, sinken die Barrieren in den Köpfen. Mit dem triggernden Gedanken…

„Jetzt hab ich eh schon dafür bezahlt, da könnte ich es ja eigentlich auch mal nutzen.“

… schaffen wir es hoffentlich den Verkehrssektor nachhaltiger zu machen. Jede gesparte Fahrt hilft letztlich weniger CO2-Emmisionen zu erzeugen und auch die anderen negativen Effekte der Masse an Fahrzeugen zu reduzieren, wie etwa weniger Reifenabrieb, der als Mikroplastik in unsere Umwelt eingetragen wird.

Denkt mal drüber nach, ob diese – zugegeben radikale – Idee nicht eine gute Idee sein kann.

Sicher wird es für einige sozial schwache Personenkreise Sonderregelungen brauchen, sodass diese dieser Kaufpflicht entzogen werden. Und auch der Preis ist nicht in Stein gemeißelt. Es soll hier ja um die Idee an sich gehen.

Es ist aber nun an der Zeit die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen! Ein Ticket mit Preisen von 49-69€ wird meiner Meinung nach ein Griff ins Klo. Denn nur wenige der Leute, die nicht eh schon häufig mit der Bahn fahren, werden es sich regelmäßig kaufen, sondern wenn nur in wenigen vereinzelten Monaten. In der geplanten Form wäre es kein gutes Vehikel, um die Leute aus den eigenen Autos zu zerren. Da halte ich meine hier vorgestellte Idee für den besseren Weg. Was denkst du?

Happy Investing
Dein InvestierPaar

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